die erste Seite einer Idee
Wenn man langsam die Straße entlang geht, kann man die unterschiedlichsten und interessantesten Dinge aus den leicht geöffneten Fenster und den hin und wieder fahrlässig offen stehen gelassenen Türen hören. Wir wollen nun ein kleines Stück gemeinsam gehen. Vor einem hellen Haus mit dunklem Dach bleiben wir stehen und lauschen ein wenig. Könnte man uns hier normalerweise, vollkommen zu Recht, vorwerfen sehr unhöfflich zu sein, muss man uns an dieser Stelle zu gute halten, dass die Personen in diesem Haushalt derartig laut miteinander kommunizieren, dass sie ein Verhalten wie das unsere geradezu provozieren. Ohne uns weiter mit der moralischen Verwerflichkeit unseres Handelns zu belasten bemerken wir, dass eine hohe, vermutlich weibliche Stimme in Diskusion mit einer dunklen, vermutlich männlichen Stimme ist. Nie kann ich mich auf dich verlassen, es ist doch immer das selbe, wie letze Woche auch. Die hohe Stimme überschlägt sich fast. Du übertreibst wieder vollkommen das ist doch unfair, was hat das von letzter Woche nun hier schon wieder zu suchen, entgegnet die dunkle Stimme. Was stellst du dich immer so an, es sind doch nur Fische. DIESE FISCHE HATTEN MEHR IM KOPF ALS DU! Ein Knall dringt durch die Hauswände zu uns, wie Holz das auf Holz schlägt. Einmal, zweimal. Dann ist es ruhig. Wären unsere Ohren ein wenig besser, könnten wir vom einen Ende des Hauses ein leises Wimmern, vom anderen Ende das klicken eines Feuerzeuges erahnen. Das nächste Haus auf unserem Weg ist größer als das erste. Von der Straße, an der wir stehen, bis zur schweren Eingangstür ist es noch ein langer Weg, der von sich wiegendem Gras flankiert wird. Hohe, dichte Bäume stehen um das Haus und klingen im Wind wie das alzu entfernte Meer. Als wir uns umsehen, erkennen wir einen großen Wagen der mit seinen schweren Reifen den Kies aufschleudert und ihn schwer im weichen Gras fallen lässt. Die schwarzen Reifen halten und reissen dabei große Furchen in den Boden. Türen werden aufgerissen, zwei junge Stimmen steigen aus. Sie lachen, sind überdreht und betrunken. Nackte Füße drücken neben den Furchen ihre Abdrücke in den Kies, werden angehoben und bis zur hölzernen Treppe von teuren Schuhen getragen. Fast können wir hören, wie kurze Zeit später nackte Haut auf nackter Haut liegt. Ein kleines Stück wollen wir noch gehen.
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