Da ich nun schon eine Weile nicht mehr gebloggt habe, dachte ich mir ich schrieb mam meine Gedanken zum Buch auf das ich zuletzt gelesen habe:
In diesem Fall: Cornelia Funke - Reckless , ein Geschenk zu Weihnachten das noch auf dem Lesestapel lag...
Cornelia Funke beschreibt in ihrem Buch Reckless die Geschichte des Jungen Jacob, der um seinen Bruder vor einem Fluch zu retten mit dessen Freundin eine Reise durch die wundersame Welt hinter dem Spiegel macht, in der Grimms Märchen wahr sind. Neben unzähligen Andeutungen an die Märchen der Gebrüder Grimm, bietet das Buch dem Leser genau diese immer öfter: Andeutungen. So werden nicht nur vergangene Konflikte innerhalb der Geschichte oder auch Überschneidungen mit der realen Welt und der hinter dem Spiegel angedeutet, sondern auch Thematisch werden Tiefen innerhalb der Handlung oder Probleme der einzelnen Charaktere nur angedeutet. So spielen innerhalb der Geschichte viele verschiedene altbekannte Typen eine gewichtige Rolle, die von Cornelia Funke zwar vor interessante Probleme gestellt werden, eine Entwicklung hin zu richtigen Charakteren fehlt den Hauptfiguren jedoch leider gänzlich. Die vom Konzept her interessanteste Figur, die der Formwandlerin “Fuchs” wird leider nur äußerst oberflächlich behandelt. Hat man zu Beginn den Eindruck als wolle Cornelia Funke langsam eine Grundlage aufbauen, so hat man zum Schluß des Buches das Gefühl vor dem Grundriss einer großen Geschichte stehen geblieben zu sein. Zum Ende des Buches hin, unterläuft Cornelia Funke ein klassischer Fehler, besonders beliebt in Fantasyliteratur; Sie hat ihren Charakter mit derartig unlösbar erscheinenden Problemen konfrontiert, dass die dann angebotene Lösung einen mehr als fahden Eindruck hinterlässt. Ein offenes Ende ist für den geneigten Leser sicherlich kein Problem, jedoch sorgt Cornelia Funke hier für Fragen die beantwortet werden sollten und ein mehr als unbefriedigendes Gefühl des Unfertigen. Zum Schluß stellte sich mir noch die Frage, welches Publikum Cornelia Funke versucht mit ihrem Werk zu erreichen und anzusprechen. Man könnte es als mitgewachsenes Werk für die Begeisterten der Tintenherztrilogie sehen. Es spricht wiedermal diejenigen an, die sich am liebsten auch in eine andere Welt flüchten würden, jedoch diesesmal mit einem Hang zum erwachseneren. Zum Schluß lobend erwähnt sein will wieder einmal die sehr mühevoll erarbeitete Gestaltung des Buches, auch wenn auf der Umschlag für mich mehr ein Ärgerniss im Vergleich zum äußerst gelungenen Layout der Tintenherz Bücher, darstellt.
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